Seinen Glauben gemäß dem auszurichten, was die Gelehrten der Ahlus-Sunna in ihren Büchern mitgeteilt haben.
Nachdem der Glaube ausgerichtet ist, muss man die gottesdienstlichen Handlungen, die in den Fiqh-Büchern vermittelt werden, ausführen, also die Gebote im Islam befolgen und die Verbote meiden. Um den Charakter zu verbessern und uns gegenseitig zu lieben, müssen die täglichen fünf Gebete ohne Faulheit und Nachlässigkeit, ihre Bedingungen und die Taʿdīl al-Arkān beachtend, verrichtet werden.
Um sich und seinem Land nützlich zu sein, muss man ein wahrer Muslim sein. Dieses wahre Muslimsein ist nicht bloß mit Worten zu vollziehen. Um ein wahrer Muslim zu sein, sollte man seine wertvolle Lebenszeit nicht einmal mit unnötigem Erlaubten (Mubāh) vergeuden. Dass man sie nicht mit dem, was verboten (harām) ist, verbringen soll, versteht sich von selbst.
Man darf die Religion, den Besitz, das Leben, die Ehre und die Würde von anderen nicht angreifen. Jeder sollte auf seine eigenen Fehler schauen und die Sünden, die er Allah, dem Erhabenen, gegenüber beging, bedenken. Er sollte sehen, dass Allah, der Erhabene, ihn nicht umgehend bestraft und dass Er ihm seine Versorgung nicht abschneidet.
Der größte Feind des Menschen ist seine Triebseele (Nafs). Sie will immerzu Sachen, die dem Menschen schaden. Die Wünsche der Triebseele werden „Schahwa“ (Begehren, Begierden) genannt. Es gefällt der Triebseele sehr, das zu tun, was sie angenehm findet. Diese der Triebseele angenehmen Sachen in dem Maß, das notwendig ist, zu tun, ist keine Sünde. Übermaß und Übertreibung darin sind schädlich und eine Sünde.
„Wer aus meiner Gemeinde sich zu Zeiten von Aufruhr und Zwiespalt an meine Sunna klammert, bekommt die Belohnung von 100 Märtyrern.“
Das Festhalten an der Sunna geschieht durch das Studieren der Bücher der Gelehrten der Ahlus-Sunna und die Umsetzung des Erlernten. Jeder der Gelehrten der vier Rechtsschulen ist ein Gelehrter der Ahlus-Sunna. Das Oberhaupt der Gelehrten der Ahlus-Sunna ist Imām Abū Hanīfa Nuʿmān ibn Thābit, möge Allah sich seiner erbarmen.
Die Briten bemühten sich jahrhundertelang und schafften es nicht, einen einzigen Muslim zum Christen zu machen. Dann dachten sie sich etwas Neues aus, um dies zu verwirklichen, und etablierten die Freimaurerei. Die Freimaurer glauben nicht an den Islam, d. h. an das von den Gelehrten der Ahlus-Sunna vermittelte Wissen, also an die Worte Muhammads Friede sei mit Ihm, und sie glauben auch an keine der Religionen und somit nicht an die Wiederauferstehung nach dem Tod und auch nicht an die Existenz des Paradieses und der Hölle.
Um nochmal zu zeigen wie wir uns zu verhalten haben zitieren wir den Brief des Propheten.
Muhammad SAW ließ dieses Schriftstück als Dokument für sein Versprechen an alle Nichtmuslime niederschreiben.
Wer auch immer gegen dieses Versprechen handelt – sei es ein Staatsoberhaupt oder irgendeine andere Person – gilt als jemand, der sich Allah, dem Erhabenen, widersetzt, und den Islam verspottet.
[Eine Kopie des Originals findet sich im Madschmūʿa-i munschaʾāt as-salātīn des Feridun Beg, Band 1, Seite 30.]
[Nachzulesen im Maktūbāt-i Maʿsūmiyya, 123. Brief, Band 2]
Der Prophet, den Allah, der Erhabene, erwählt hat, um die neue Religion zu verkünden, ist Muhammad ﷺ. Diese Religion wird als Islam bezeichnet.
Der Islam, den der Prophet Muhammad ﷺ im 7. Jahrhundert (um 571 n. Chr. geboren und etwa 40 Jahre später mit der Offenbarung beginnend) verkündete, wird in der islamischen Darstellung als die abschließende und vollständige Form der göttlichen Offenbarung verstanden.
Nach dieser Auffassung stellt der Islam keine vollständig neue Religion im absoluten Sinn dar, sondern die Wiederherstellung und Vollendung der ursprünglichen Einheit Gotteslehre (Tawḥīd), die bereits allen Propheten offenbart wurde.
Dazu gehören unter anderem die Propheten: Adam, Nūḥ (Noah), Ibrāhīm (Abraham), Mūsā (Moses) und ʿĪsā (Jesus), Friede sei mit ihnen allen.
Im Zentrum der islamischen Lehre steht der Tawḥīd, also der Glaube an die absolute Einheit und Einzigkeit Allahs. Dieser Grundgedanke wird als gemeinsame Botschaft aller Propheten verstanden.
In der islamischen Theologie wird zudem die Ansicht vertreten, dass ursprüngliche Offenbarungen im Laufe der Geschichte teilweise verändert oder durch menschliche Interpretationen ergänzt worden seien. Der Islam versteht sich in diesem Kontext als Rückkehr zur reinen monotheistischen Lehre ohne spätere Zusätze.
Allah, der Glorreiche, existiert und Er ist einzig.
Er hat keinen Partner und keinen Gleichen.
Er ist über Örtlichkeit erhaben, d. h. nicht an einem Ort vorfindlich.
Er besitzt die Eigenschaften der Vollkommenheit und Seine Eigenschaften sind alle vollkommen.
Er ist von unvollkommenen Eigenschaften frei – sie sind für Ihn unmöglich.
Die vollkommenen Eigenschaften befinden sich bei Allah, dem Glorreichen,
und die unvollkommenen Eigenschaften bei uns Menschen.
Unvollkommene Eigenschaften, die wir haben, können solche wie das Fehlen von Händen, Füßen oder Augen sein oder abwechselnd Krankheit und Gesundheit oder das Bedürfnis, zu essen und zu trinken, und vieles mehr dergleichen.
Die Eigenschaften Allahs, des Glorreichen, sind solche wie, dass Er der
Schöpfer der Himmel und der Erde, der verschiedenen Geschöpfe, die in der Luft, im Wasser,
auf und unter der Erde leben, ist; dass Er all die Geschöpfe, die wir mit unserem Verstand erfassen können,
und auch solche, die wir aufgrund unseres Unvermögens mit unserem Verstand nicht erfassen können,
jeden Augenblick im Dasein erhält und sie versorgt, und viele andere vollkommene Eigenschaften.
Er ist allmächtig. Jedes Existierende ist ein Werk der vollkommenen Eigenschaften
Allahs, des Glorreichen.
Die Eigenschaften Allahs, des Glorreichen, die zu wissen wādschib für uns ist, sind 22. Ebenfalls 22 sind die Eigenschaften, die für Ihn unmöglich (muhāl) sind.
„Wādschib“ bedeutet notwendig, unumgänglich – Eigenschaften, die Allah, der Glorreiche, besitzt.
„Muhāl“ (unmöglich, ausgeschlossen) sind Eigenschaften, die Er nicht hat.
Muhāl ist das Gegenteil von wādschib und bedeutet, dass solches nicht existieren kann.
Die Eigenschaft Seines Selbst (as-Sifa an-nafsiyya) von Allah, dem Glorreichen, die zu wissen wādschib für uns ist, ist eine: „Wudschūd“, d. h. Existieren, Sein.
Der Beweis für die Existenz Allahs, des Glorreichen, aus der Überlieferung ist das folgende Wort Allahs, des Erhabenen:
Innanī anallāhu– sinngemäß:In der Tat – Ich bin Allah.
Der logische Beweis ist, dass es ohne Zweifel einen Schöpfer geben muss, der die Welten aus dem Nichts erschaffen hat. Es ist ausgeschlossen, dass Er nicht existiert.
„Eigenschaft Seines Selbst“ bedeutet, dass Sein Wesen ohne Ihn und Er ohne Sein Wesen nicht denkbar ist.
Die Wesensattribute (as-Sifāt adh-dhātiyya) Allahs, des Glorreichen, die zu wissen wādschib für uns ist, sind fünf: Diese werden „Sifāt al-Ulūhiyya“ (göttliche Eigenschaften bzw. Eigenschaften der Göttlichkeit) genannt.
- Qidam (Urewigkeit, Anfangslosigkeit): Die Existenz Allahs, des Glorreichen, hat keinen Anfang.
-
Baqā (Ständigkeit, Unendlichkeit, Fortwähren):
Die Existenz Allahs, des Glorreichen, hat kein Ende.
Dies wird „Wādschib al-Wudschūd“ (notwendige Existenz) genannt.
Der Beweis aus der Überlieferung ist das Wort Allahs, des Erhabenen, in der Sure al-Hadīd, Vers 3.
Der logische Beweis ist: Hätte Seine Existenz einen Anfang und ein Ende, wäre Er nachträglich ins Existieren gekommen und somit unvermögend und unvollkommen. Etwas, das unvermögend und unvollkommen ist, kann nichts anderes erschaffen. Das jedoch ist betreffend Allah, den Glorreichen, ausgeschlossen. -
Qiyām bi-Nafsihī (Selbstständigkeit):
Allah, der Glorreiche, ist, was Sein Wesen, Seine Attribute und Seine Taten betrifft,
auf nichts und niemanden angewiesen.
Der Beweis dafür aus der Überlieferung ist der letzte Vers der Sure Muhammad.
Der logische Beweis ist: Wenn Er diese Attribute nicht hätte, wäre Er unvermögend und unvollkommen. Es ist ausgeschlossen, dass Allah, der Glorreiche, unvermögend oder unvollkommen ist. -
Mukhālafatun lil-Hawādith (völlige Andersheit als alle Geschöpfe):
Allah, der Glorreiche, ähnelt in Seinem Wesen und Seinen Attributen nichts und niemandem.
Der Beweis aus der Überlieferung ist das Wort Allahs, des Erhabenen, in der Sure asch-Schūrā, Vers 11.
Der logische Beweis ist: Wenn Er diese Attribute nicht hätte, wäre Er unvermögend und unvollkommen. Es ist ausgeschlossen, dass Allah, der Glorreiche, unvermögend oder unvollkommen ist. -
Wahdāniyya (Einzigkeit):
Allah, der Glorreiche, hat in Seinem Wesen, Seinen Attributen und Seinen Taten
keinen Partner oder Gleichen.
Der Beweis aus der Überlieferung ist das Wort Allahs, des Erhabenen, in der Sure al-Ikhlās, Vers 1.
Der logische Beweis ist: Wenn Er einen Teilhaber hätte, würde die Schöpfung vergehen, vernichtet werden, denn der eine würde die Erschaffung einer Sache wollen, während der andere das Gegenteil wünscht.
[Gemäß der Mehrheit der Gelehrten] ist Wudschūd (Existenz) auch ein Wesensattribut, wonach die Wesensattribute sechs an der Zahl wären.
Es ist wādschib, die acht feststehenden Attribute (as-Sifāt ath-thubūtiyya) Allahs, des Glorreichen, zu kennen: Hayāt, Ilm, Samʿ, Basar, Irāda, Qudra, Kalām und Takwīn.
-
Hayāt (Leben):
Allah, der Glorreiche, ist lebendig.
Beweis: Anfang von Vers 255, Sure al-Baqara.
Logischer Beweis: Ohne Leben gäbe es keine Geschöpfe. -
Ilm (Wissen):
Allah, der Glorreiche, besitzt Wissen.
Beweis: Sure al-Haschr, Vers 22.
Logischer Beweis: Ohne Wissen wäre Er unvollkommen — ausgeschlossen. -
Samʿ (Hören):
Allah, der Glorreiche, hört.
Beweis: Sure al-Isrā, Vers 1.
Logischer Beweis: Ohne Hören wäre Er unvollkommen — ausgeschlossen. -
Basar (Sehen):
Allah, der Glorreiche, sieht.
Beweis: Sure al-Isrā, Vers 1.
Logischer Beweis: Ohne Sehen wäre Er unvollkommen — ausgeschlossen. -
Irāda (Wille):
Allah, der Glorreiche, besitzt Willen.
Was Er will, geschieht — was Er nicht will, geschieht nicht.
Beweis: Sure Ibrāhīm, Vers 27.
Logischer Beweis: Ohne Willen wäre Er unvollkommen — ausgeschlossen. -
Qudra (Macht):
Allah, der Glorreiche, ist allmächtig.
Beweis: Sure Āl Imrān, Vers 165.
Logischer Beweis: Ohne Macht wäre Er unvollkommen — ausgeschlossen. -
Kalām (Sprechen):
Allah, der Glorreiche, spricht.
Beweis: Sure an-Nisā, Vers 164.
Logischer Beweis: Ohne Sprechen wäre Er unvollkommen — ausgeschlossen. -
Takwīn (Schöpfungsvermögen):
Allah, der Glorreiche, erschafft alles Existierende aus dem Nichts.
Beweis: Sure az-Zumar, Vers 62.
Logischer Beweis: Die Geschöpfe bezeugen Seine Schöpfungskraft. Es ist Kufr zu behaupten, jemand anderes erschaffe.
Es ist wādschib, die acht Sifāt maʿnawiyya zu kennen: Hayyun, Alīmun, Samīʿun, Basīrun, Murīdun, Qadīrun, Mutakallimun, Mukawwinun.
- Hayyun: Der Lebendige.
- Samīʿun: Der Hörende.
- Basīrun: Der Sehende.
- Murīdun: Der Wollende.
- Alīmun: Der Wissende.
- Qadīrun: Der Allmächtige.
- Mutakallimun: Der Sprechende.
- Mukawwinun: Der Erschaffer alles Existierenden.
Alle diese Eigenschaften sind anfangslos und ewig. Die Eigenschaften, die für Allah, den Erhabenen, unmöglich sind, sind die Gegenteile dieser Attribute.
Muhammed (Fried sei mit ihm) ist unser Prophet, der höchste und letzte unter den Propheten.
Habibullah bedeutet „Geliebter des allmächtigen Allah“. Weil er ihn am meisten liebt. Er hat das Universum für ihn erschaffen. Unser Prophet ist der höchste und letzte unter den Propheten. Unter allen von Allah geschaffenen Wesen ist Muhammed aleyhisselâm der Ehrwürdigste. Alles wurde zu seinen Ehren erschaffen. Er ist der Gesandte Allahs und der letzte Prophet. Obwohl Allah alle seine Propheten mit ihrem Namen anspricht, nannte Er ihn „Habîbim“ (mein Geliebter). In einem Hadîs-i Kudsi sagte Allah: „Hätte es dich nicht gegeben, hätte Ich nichts erschaffen!“ Alle Geschöpfe wurden zu seiner Ehre erschaffen. Allah sandte von Zeit zu Zeit Propheten zu verschiedenen Völkern, um ihnen den Weg zu zeigen, der Ihm gefällt. Muhammed aleyhisselâm wurde jedoch als letzter Prophet an alle Menschen und Dschinn gesandt.
Daher wird unser Prophet „Hâtem-ün-nebiyyîn“ oder „Hâtem-ül-Enbiyâ“ genannt.
Jeder Prophet ist in seiner Zeit, an seinem Ort und unter seinem Volk überlegen. Muhammed aleyhisselâm jedoch ist zu allen Zeiten und an allen Orten überlegen – von der Schöpfung der Welt bis zum Jüngsten Gericht. Niemand ist ihm in irgendeiner Hinsicht überlegen.
Allah erschuf vor allem das Licht von Muhammed aleyhisselâm. Abdullah bin Câbir radıyallahü anh, ein Gefährte, fragte: „O Gesandter Allahs! Was hat Allah vor allem erschaffen?“
Unser Prophet antwortete: „Vor allem erschuf Allah das Licht deines Propheten, also mein Licht, aus Seinem eigenen Licht. Damals gab es weder die Tafel (Levh), noch den Stift (Kalem), noch das Paradies (Cennet), noch die Hölle (Cehennem), noch Engel, noch Himmel (semâ’), noch Erde (arz), noch Sonne, Mond, Mensch oder Dschinn.“
Bei Muhammad, Friede sei mit ihm, wurden tausende Wunder bezeugt, von Freund wie Feind berichtet. Doch das wertvollste unter all diesen Wundern war sein Anstand und sein wunderschöner Charakter.
Im Kimyā-i saʿādat heißt es:
Abū Saʿīd al-Khudrī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, berichtete vom Gesandten Allahs,
Friede sei mit ihm:
„Er gab Tieren Gras, band Kamele an, fegte sein Haus, melkte Schafe, nähte die Risse in seinen Schuhen,
flickte seine Kleidung, speiste mit seinem Diener, half seinem Diener, wenn dieser vom Ziehen der
Handmühle müde wurde, kaufte er selber auf dem Basar ein und brachte selber die Taschen nach Hause.
Wenn er einen Armen, Reichen, Großen oder Kleinen traf, grüßte er zuerst und streckte für den
Händedruck seine Hand zuerst aus.
Er behandelte Sklaven, Herren, Höhergestellte, Schwarze und Weiße gleichermaßen.
Er ging dorthin, wohin er gerufen wurde, wer dies auch sein mag.
Das, was ihm vorgesetzt wurde, betrachtete er nicht als minderwertig, auch wenn es nur wenig war.
Vom Abend bis zum Morgen und vom Morgen bis zum Abend ließ er kein Essen übrig.
Er war gutmütig.
Er liebte es, Gutes zu tun, kam mit jedem gut aus, hatte ein lächelndes Gesicht und sprach freundlich.
Er lachte beim Sprechen nicht, sondern sah vielmehr bekümmert aus.
Doch er hatte keine gerunzelte Stirn.
Er war bescheiden, aber nicht von niederer Natur.
Er hatte eine Respekt und Ehrfurcht einflößende Präsenz, war aber nicht grob, sondern feinfühlig.
Er war großzügig, aber nicht verschwenderisch; er gab nichts für unnütze Zwecke her.
Er war jedem gegenüber barmherzig.
Sein gesegnetes Haupt war stets nach vorne gebeugt und er erwartete von niemandem etwas.
Wer Frieden und Glückseligkeit wünscht, muss wie er sein.“
Im al-Masābīh wird von Anas ibn Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, überliefert:
Ich diente dem Gesandten Allahs insgesamt zehn Jahre,
und er hat nicht ein einziges Mal wegen mir geseufzt
und mich nie gerügt, warum ich etwas auf eine bestimmte Art getan
oder nicht getan habe.
Erneut im al-Masābīh berichtet Anas ibn Mālik:
Der Gesandte Allahs, Friede sei mit ihm, war unter allen Menschen
derjenige mit dem schönsten Charakter.
Er sandte mich eines Tages an einen Ort und ich sagte:
„Bei Allah, ich werde nicht hingehen.“
Doch ich hatte vor, hinzugehen.
So verließ ich das Haus, um seiner Aufforderung nachzukommen.
Auf der Straße spielten Kinder.
Als ich an ihnen vorbeilief, schaute ich nach hinten und sah,
dass der Gesandte Allahs, Friede sei mit ihm, mir folgte
und sich ein Lächeln auf seinem gesegneten Gesicht zeigte.
Er sagte: „O Anas! Bist du an den Ort gegangen, den ich dir genannt habe?“
Und ich erwiderte: „Ich bin gerade dabei, o Gesandter Allahs.“
Abū Hurayra, möge Allah mit ihm zufrieden sein, erzählt:
In einer Schlacht baten wir den Gesandten Allahs, dafür zu beten, dass die Ungläubigen vernichtet werden. Er sagte: „Ich wurde nicht gesandt, um zu verfluchen und damit die Menschen Strafe erleiden, sondern ich wurde gesandt, um jedem Gutes zu tun und damit die Menschen Frieden erlangen.“
In Vers 107 der Sure al-Anbiyā heißt es sinngemäß:
Wir sandten dich als Barmherzigkeit, als eine Gunst für die Welten.
Anas ibn Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, sagte:
Wenn der Gesandte Allahs, Friede sei mit ihm, jemandem die Hand schüttelte,
zog er seine Hand nicht zurück, bis der andere seine Hand zurückzog.
Solange diese Person ihr Gesicht nicht von ihm abwandte,
wandte er sein gesegnetes Gesicht nicht von ihr ab.
Wenn er neben jemandem saß, dann saß er auf seinen beiden Knien,
und aus Respekt vor ihm saß er nicht mit angewinkelten Knien.
Daher, o Muslim! Auch du musst dir den wunderschönen Charakter
des Gesandten Allahs, Friede sei mit ihm, aneignen!
Es ist notwendig, dass jeder Muslim sich die Attribute Allahs, des Erhabenen,
als Charaktereigenschaften aneignet, denn der Gesandte Allahs, Friede sei mit ihm, sagte:
Eignet euch die Eigenschaften Allahs, des Erhabenen, als Charaktereigenschaften an!
So ist eines der Attribute Allahs, des Erhabenen, as‑Sattār (der Bedeckende), d. h. „derjenige, der die Sünden verdeckt“. Ein Muslim wiederum soll die Fehler und Mängel seines Glaubensbruders bedecken.
Allah, der Erhabene, vergibt die Sünden Seiner Diener. Die Muslime wiederum sollen die Fehler und Vergehen anderer Muslime vergeben. Allah ist gnädig und barmherzig — Seine Gunst, Gnade und Barmherzigkeit sind reich. Der Muslim soll ebenfalls großzügig und barmherzig sein. Dies gilt für sämtliche guten Charaktereigenschaften.
Die schönen Charakterzüge des Gesandten Allahs, Friede sei mit ihm, sind zahlreich. Jeder Muslim muss sie lernen und sich aneignen. Auf diese Weise wird es möglich sein, sich von Unglück und Schwierigkeiten im Diesseits und Jenseits zu befreien und die Fürsprache des „Meisters beider Welten“, Friede sei mit ihm, zu erlangen.
Der Gesandte Allahs, Friede sei mit ihm, sprach oft folgendes Bittgebet:
Allāhumma innī asʾalukas‑sihhata wal‑āfiyata wal‑amānata wa‑husnal‑khulqi
war‑ridāʾa bil‑qadari bi‑rahmatika yā arhamar‑rāhimīn.
Dies bedeutet:
O mein Herr! Ich wünsche mir von Dir Gesundheit, Wohlbefinden,
das Achten des Anvertrauten, guten Charakter und Zufriedenheit mit dem Schicksal.
O Barmherzigster aller Barmherzigen! Beschere mir diese zu Ehren Deiner Barmherzigkeit!
Auch wir armseligen Diener müssen wie unser erhabener und ehrenvoller Prophet beten!
Geburt und Kindheit
Muhammed aleyhisselâm wurde 53 Jahre vor der Hidschra in der Nacht des zwölften Montags im Monat Rebîülevvel gegen Morgen in Mekka geboren. Historiker sagen, dass dies dem 20. April 571 nach dem gregorianischen Kalender entspricht.
Einige Monate vor seiner Geburt starb sein Vater, und als er sechs Jahre alt war, starb auch seine Mutter. Aus diesem Grund erhielt der Prophet den Beinamen Dürr-i Yetîm (die Perle der Waisen).
Bis zum Alter von acht Jahren lebte er bei seinem Großvater Abdülmuttalib. Nach dessen Tod nahm ihn sein Onkel Ebû Tâlib zu sich.
Ehe und Familie
Mit 25 Jahren heiratete er Hadîcet-ül Kübrâ. Der erste Sohn, den sie gebar, hieß Kâsım. Deshalb wurde unser Prophet auch Ebü’l-Kâsım, also „Vater von Kâsım“ genannt, wie es bei Arabern üblich war.
Prophetentum und Himmelfahrt
Mit 40 Jahren wurde ihm von Allah bekannt gegeben, dass er Prophet für alle Menschen und Dschinn ist. Drei Jahre später begann er, alle zum Glauben einzuladen.
Mit 52 Jahren erlebte er die Himmelfahrt (Mîrâc). Im Jahr 622, im Alter von 53 Jahren, wanderte er von Mekka nach Medine aus.
Er führte 27 Schlachten. 632 (H. 11) verstarb er am zwölften Montag des Monats Rebîülevvel vormittags im Alter von 63 Jahren.
Der edle Koran ist eine göttliche Komposition (Nazm ilāhī). Nazm bedeutet lexikalisch, Perlen auf einer Schnur aneinanderzureihen. Das Aufreihen von Worten gleich Perlen wird ebenfalls als Nazm bezeichnet. Jedes Gedicht ist eine Komposition. Die Worte des edlen Korans sind arabisch. Doch es ist Allah, der Erhabene, der diese Worte aneinanderreihte. Sie sind keine Aneinanderreihung von Menschen.
Wenn Muhammad, Friede sei mit ihm, das Wissen, welches Allah in sein gesegnetes Herz eingibt, mit seinen eigenen Worten auf Arabisch wiedergibt, ist dies nicht der edle Koran. Diese Überlieferungen werden als Hadīth qudsī bezeichnet.
Die arabischen Worte im edlen Koran wurden seitens Allahs, des Erhabenen, in Form von Versen (Āyāt) offenbart. Ein Engel namens Dschibrīl (Gabriel), Friede sei mit ihm, rezitierte diese Verse mit ihren Worten und Buchstaben. Muhammad, Friede sei mit ihm, vernahm diese Worte mit seinen gesegneten Ohren, memorierte sie und trug sie unmittelbar seinen Gefährten vor.
Allah, der Erhabene, sandte den edlen Koran gemäß dem Dialekt des Stammes der Quraisch. Im dritten Band des Werkes Radd al-muhtār heißt es im Kapitel über den Schwur:
„Allah, der Erhabene, offenbarte den edlen Koran als Buchstaben und Wörter, wie es auch im Fath al-qadīr steht. Diese Buchstaben sind erschaffen. Die Bedeutungen dieser Buchstaben und Worte beherbergen die göttliche Rede (al-Kalām al-ilāhī). Diese Buchstaben und Worte werden ‚Koran‘ genannt. Auch die Bedeutungen, welche auf die göttliche Rede verweisen, sind der Koran. Dieser Koran als göttliche Rede ist nicht erschaffen. Er ist wie die anderen Attribute Allahs, des Erhabenen, urewig (azalī) und ewig (abadī).“
Die Herabsendung des edlen Korans begann in der Nacht der Bestimmung (Qadr-Nacht) und dauerte insgesamt 23 Jahre. Die Thora, das Evangelium sowie alle übrigen Bücher (Kutub) und Seiten (Suhuf) wurden hingegen auf einmal offenbart.
Der edle Koran jedoch ist das größte aller Beglaubigungswunder (Muʿdschiza) Muhammads, Friede sei mit ihm, und gleicht keinem Menschenwort. Dies wird ausführlich erläutert im 100. Brief des dritten Bandes der Maktūbāt von Imām ar-Rabbānī, im Huddschatullāh al-ālamīn sowie im fünften Band des Kommentars von Zarqānī zu al-Mawāhib.
Dschibrīl, Friede sei mit ihm, kam jedes Jahr einmal und rezitierte den bis dahin offenbarten Koran gemäß der Anordnung auf der wohlbewahrten Tafel (al-Lawh al-mahfūz). Unser Prophet hörte der Rezitation zu und wiederholte sie.
Im Jahr seines Verscheidens kam Dschibrīl zweimal und rezitierte den gesamten Koran gemeinsam mit dem Propheten zwei Mal. Muhammad, Friede sei mit ihm, konnte den gesamten edlen Koran auswendig, ebenso die Mehrheit seiner Gefährten.
Im Jahre des Ablebens unseres Propheten versammelte der Kalif Abū Bakr, möge Allah mit ihm zufrieden sein, jene Personen, die den Koran vollständig auswendig konnten, und ließ außerdem alle schriftlichen Aufzeichnungen zusammentragen. Ein Gremium hielt den gesamten Koran schriftlich fest. So entstand ein Buch, das als Mushaf oder Mishaf bezeichnet wird.
33.000 Prophetengefährten waren einhellig der Ansicht, dass jeder Buchstabe im Mushaf korrekt und an seiner richtigen Stelle ist. Der dritte Kalif Uthmān, möge Allah mit ihm zufrieden sein, ließ die Suren im Jahr 25 n. H. anordnen und weitere sechs Exemplare anfertigen.
Diese Exemplare wurden nach Bahrain, Damaskus, Ägypten, Kufa, Jemen, Mekka und Medina gesandt. Alle heute weltweit vorhandenen Koranexemplare gehen auf diese sieben Ausgaben zurück. Es gibt nicht einmal einen Punkt, der sie voneinander unterscheidet.
Im edlen Koran gibt es 114 Suren und 6236 Verse. Unterschiedliche Zählungen ergeben sich dadurch, dass manche lange Verse aufgeteilt oder mehrere kurze Verse zusammengezählt werden. Ein weiterer Grund ist die unterschiedliche Zählweise der Basmala. Ausführliche Informationen hierzu finden sich im Werk Bustān al-ārifīn.
Jeder Dichter besitzt seine eigene Art des Komponierens. Ein Sprachwissenschaftler, der die Dichtungen von Mehmet Akif und Nabi genau kennt, erkennt auch ein ihm unbekanntes Gedicht anhand seines Stils.
„Ihr irrt euch. Ich kenne die Dichtungsart von Nabi Efendi und Mehmet Akif gut. Dieses Gedicht ist von Mehmet Akif und nicht von Nabi.“
Ebenso unterscheidet sich der edle Koran grundlegend von jedem Menschenwort. Dass der Koran nicht menschlichen Ursprungs ist, sei nach Auffassung des Textes durch Beobachtung und Vergleich seiner Sprachstruktur erkennbar.
Ein arabischer Dichter verfasste einst einen Text und fügte darin sowohl Hadithe als auch einen Koranvers mit gleichem Inhalt ein. Ein arabischsprachiger Leser, der keine Kenntnisse über Islam oder Koran besaß, bemerkte beim Hadith:
„Diese Stelle ist anders als das Obige. Die Sprachkunst hier ist höher.“
Als er den Koranvers erreichte, sagte er erstaunt:
„Diese Stelle gleicht überhaupt keinem Menschenwort. Es gibt Bedeutungen innerhalb von Bedeutungen und es ist unmöglich, alles zu verstehen.“
Der edle Koran kann nach dieser Darstellung nicht vollständig in eine andere Sprache übersetzt werden. Möglich ist lediglich eine Wiedergabe oder Erklärung der Bedeutung. Wer eine Übersetzung liest, liest nicht unmittelbar den göttlichen Willen, sondern die Deutung des jeweiligen Übersetzers gemäß dessen Wissensstand.
Zur Veranschaulichung wird folgendes Beispiel angeführt:
Ein Gesetz, das Dorfbewohner betrifft, wird von der Regierung nicht direkt an die Dorfbewohner gesandt. Es wird zunächst den Gouverneuren übermittelt, anschließend von diesen erläutert und an die Bezirksvorsitzenden weitergegeben, danach an die Dorfvorsitzenden und schließlich an die Bevölkerung in deren Dialekt erklärt.
Der edle Koran wird in ähnlicher Weise als göttliches Gesetz beschrieben. Allah, der Erhabene, wies darin Seinen Dienern den Weg zur Glückseligkeit und sandte Sein eigenes Wort (Kalām) dem Höchsten unter den Menschen.
Nach dieser Darstellung ist allein Muhammad, Friede sei mit ihm, vollständig dazu befähigt, die Bedeutung des edlen Korans zu erfassen. Selbst die arabischsprachigen und sprachgewandten Gefährten konnten einige Verse nicht verstehen und fragten deshalb den Gesandten Allahs nach deren Bedeutung.
So wird berichtet, dass der ehrwürdige Umar, möge Allah mit ihm zufrieden sein, einst zuhörte, wie der Prophet dem ehrwürdigen Abū Bakr die Bedeutung eines Koranverses erklärte.
Später baten andere Gefährten Umar, ihnen den Inhalt zu berichten. Darauf antwortete er:
„Gestern fragte Abū Bakr den Gesandten Allahs nach der Bedeutung eines Koranverses, den er nicht verstand. Der Gesandte Allahs erklärte ihm daraufhin den Vers. Ich habe eine ganze Stunde zugehört und nichts verstanden.“
Der Prophet erklärte Angelegenheiten entsprechend dem Rang und der Auffassungsgabe seines Gegenübers. Daher konnte selbst Umar trotz seiner hohen Stellung die Erklärung nicht vollständig erfassen.
Über Umar sagte der Prophet:
„Ich bin der Letzte der Propheten. Nach mir wird kein Prophet mehr entsandt werden. Hätte es nach mir noch einen Propheten gegeben, so wäre Umar zum Propheten geworden.“
Selbst Dschibrīl, Friede sei mit ihm, fragte den Gesandten Allahs nach Bedeutungen und Geheimnissen des edlen Korans.
Im Werk al-Hadīqa heißt es im Kapitel über die Übel der Zunge:
„Imām as-Suyūtī berichtet, dass der Gesandte Allahs die gesamte Erklärung (Tafsīr) des edlen Korans seinen Gefährten mitteilte.“
Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Bedeutung des edlen Korans verstand einzig und allein Muhammad, Friede sei mit ihm, und teilte sie mittels seiner Hadithe mit. Er ist es, der den edlen Koran erklärt hat. Eine richtige Koranauslegung (Tafsīr) sind folglich seine Hadithe.
Unsere Religionsgelehrten opferten ihre Zeit und Bequemlichkeit, um diese Hadithe zu sammeln und sie in den Büchern der Koranexegese (Tafsīrbüchern) festzuhalten. Eines der wertvollsten Werke unter ihnen ist der Korankommentar von Baydāwī.
Um diese Tafsirbücher verstehen zu können, ist ein langjähriges und intensives Studium erforderlich. Die Gelehrten sprechen von zwanzig Hauptwissenschaften, die wiederum etwa achtzig Einzelwissenschaften umfassen. Eine dieser Hauptwissenschaften ist die Koranexegese (Tafsīr). Für jede dieser Wissenschaften existieren fachkundige Gelehrte und zahlreiche Fachwerke.
Viele arabische Begriffe besitzen in der islamischen Rechtswissenschaft (Fiqh) eine andere Bedeutung als in der Koranexegese. Sogar dasselbe Wort kann je nach Zusammenhang, Stellung im Vers oder verwendeter Partikel unterschiedliche Bedeutungen annehmen.
Werden daher Koranübersetzungen lediglich auf Grundlage des heutigen Sprachgebrauchs angefertigt, ohne die umfassenden religiösen Wissenschaften zu berücksichtigen, kann das Ergebnis erheblich von der tatsächlichen Bedeutung des edlen Korans abweichen.
Jeder Mensch kann die feinen Bedeutungen, Vorzüge, Zeichen und tiefen Geheimnisse des edlen Korans nur entsprechend seiner Glaubensstärke erfassen. Die Exegese (Tafsīr) wird dabei als etwas betrachtet, das nicht allein durch Vermittlung oder Niederschrift entsteht.
Die Exegese ist ein Licht (Nūr), welches in den Herzen der großen Gelehrten aufgeht. Die Tafsirbücher sind der Schlüssel zu diesem Licht.
So wie Juwelen sichtbar werden, wenn eine verschlossene Schublade geöffnet wird, so offenbart sich dieses Licht denjenigen, die die Tafsirwerke studieren.
Die in den zahlreichen islamischen Wissenschaften bewanderten Gelehrten verstanden diese Koranauslegungen und verfassten tausende Bücher für Menschen verschiedener Bildungsstufen. Zu den bekannten Werken gehören unter anderem Mawākib, Tibyān und Tafsīr Abil-layth.
Der Korankommentar Tibyān ist eine türkische Übersetzung, die im Jahr 1110 n. H. angefertigt wurde. Die Koranauslegung von Vehbi Efendi aus Konya wird dagegen eher als Predigtwerk angesehen.
Nach Ansicht des Textes enthalten viele neuere Korankommentare und Grundlagenbücher (Ilmihal) persönliche Meinungen ihrer Verfasser. Besonders vor Koranauslegungen und Übersetzungen wird gewarnt, die von Personen erstellt wurden, welche die Bedeutungen des Korans verfälschen wollen.
Durch das Lesen solcher Werke können bei jungen Menschen Fragen, Zweifel und innere Widersprüche entstehen.
Für Menschen mit geringem religiösem Vorwissen wird es deshalb als ungeeignet betrachtet, Tafsir- und Hadithwerke eigenständig zu studieren, um daraus den Islam zu erlernen.
Ein Koranvers oder Hadith kann missverstanden werden, wenn die notwendigen Voraussetzungen fehlen. Daher wird betont, dass die bloße Beherrschung der arabischen Sprache nicht ausreicht, um Tafsirwerke und Hadithe richtig verstehen zu können.
Wer glaubt, jede arabischsprachige Person sei automatisch Religionsgelehrter, befindet sich demnach in einem Irrtum. In Beirut und anderen Orten gibt es viele Menschen, deren Muttersprache Arabisch ist und die die arabische Literatur hervorragend beherrschen, ohne deswegen islamische Gelehrte zu sein.
Als Beispiel wird das Wörterbuch al-Mundschid erwähnt, in dem nach Darstellung des Textes verschiedene islamische Namen sowie historische Angaben fehlerhaft wiedergegeben wurden.
Wer die wahre Bedeutung des edlen Korans erlernen möchte, sollte nach dieser Auffassung die Werke der islamischen Gelehrten über Glaubenslehre (Kalām), Rechtswissenschaft (Fiqh) und Ethik (Akhlāq) studieren. Die Inhalte dieser Werke beruhen auf dem edlen Koran und den ehrwürdigen Hadithen.
Bücher, die lediglich als „Koranübersetzung“ verfasst wurden, können nach dieser Darstellung die vollständige Bedeutung des Korans nicht wiedergeben. Der Leser wird vielmehr durch die Gedanken, Ansichten und Absichten des jeweiligen Übersetzers beeinflusst.
Wer die wahre Bedeutung des edlen Korans verstehen möchte, sollte auf die Erläuterungen der islamischen Gelehrten zurückgreifen, die ihre Erkenntnisse aus dem Koran und den Hadithen gewonnen haben.